Allgemeines
Licht, Sauerstoff, Feuchtigkeit und Wärme beeinflussen die Alterung eines Kunststoffes. Alle höherwertigen Kunststoffteile im Außeneinsatz bedürfen daher eines wirksamen Schutzes .Einzig bei kurzlebigen Gütern, speziell im Verpackungsbereich, kann auf lichtstabilisierende Additive verzichtet werden.
Die Alterungserscheinungen sind einerseits ästhetischer Art wie Vergilbung, Glanz-und Transparenzverlust, Kreidung und Oberflächenrisse, andererseits kommt es zu einem Verlust an mechanischen Eigenschaften wie Schlagzähigkeit, Dehnung und Reißfestigkeit.
Eine wirksame Licht- stabilisierung setzt die Unterdrückung oder Verzögerung der uner- wünschten photochemischen Reaktionen voraus.
Nach ihrer Wirkungsweise kann man die Lichtschutzmittel in 3 große Kategorien unterteilen: |
1. |
UV-Absorber - Absorption der schädlichen kurzwelligen UV-Strahlung und deren Umwandlung in harmlose Wärmeenergie.
Vom chemischen Aufbau handelt es sich hierbei um Vertreter der 2-Hydroxybenzophenone und 2-Hydroxyphenylbenzotriazole. |
2. |
HALS-Stabilisatoren (HALS= Hindered Amine Light Stabiliser) - Durch Lichteinwirkung entstandene freie Radikale werden in unschädliche Verbindungen überführt. |
3. |
Quencher (Löscher) - Absorbierte Photonenenergie wird in Form von Wärme oder langwelliger Strahlung abgeleitet und die damit verbundenen Abbaureaktionen im Polymer verhindert.
Vom chemischen Aufbau handelt es sich um spezielle Nickel- verbindungen, von deren Einsatz aus ökologischen Gründen jedoch zunehmend Abstand genommen wird. |
Die Auswahl geeigneter Additive richtet sich in erster Linie nach dem zu schützenden Kunststoff, seiner späteren Beanspruchung und der gewünschten Zeitdauer der Stabilisierung. Die Prüfung ihrer Wirksamkeit erfolgt in Laborversuchen und/oder in der Freibewitterung.
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